Stylisch und nachhaltig – So funktioniert beides!

Wer auf sein Äußeres achtet, braucht auch die richtige Kleidung. Ich zähle mich selbst auf jeden Fall zu denen, die sich gerne modebewusst anziehen und die auch den ein oder anderen Trend gerne ausprobieren.

Als ich mich immer mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt habe, bemerkte ich jedoch, dass mein Kleiderkonsum und der Wunsch, nachhaltig zu leben, nicht zusammenpassen. Deshalb habe ich versucht, beides zu vereinen. Aber geht das überaupt –  eine nachhaltige und trendige Auswahl an Klamotten haben?

Warum produziert der Großteil der Modeindustrie nicht nachhaltig?

Besonders in der Mode gibt es sehr viele Hersteller, die mit günstigen Preisen werben und so Kunden anlocken. Ein T-Shirt für 4,99 Euro ist mittlerweile keine Ausnahme, sondern wird als normaler Preis angesehen.

Wer jedoch für solche Preise herhalten muss, sind die Arbeiter*innen in den Fabriken und die Natur. Weite Transportwege, ein enorm hoher Wasserverbrauch und Pestizide im Baumwollanbau belasten die Umwelt. Die Arbeitsbedingungen in Produktionsländern wie Indien, Bangladesch oder China sind sehr schlecht. Die Menschen arbeiten teilweise bis zu sieben Tage die Woche, werden deutlich unterbezahlt und müssen mit gefährlichen Chemikalien arbeiten, ohne richtigen Schutz dafür zu erhalten.

Aber: Teuer ist kein Indikator für Nachhaltigkeit

Leider bedeuten hohe Preise nicht direkt, dass die Marke auch auf Nachhaltigkeit und gute Arbeitsbedingungen setzt. Deshalb ist es keine Option, einfach auf teurere Kleidung umzusteigen. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, um herauszufinden, ob die Kleidung nachhaltig hergestellt wurde.

Achtet besonders darauf, wo das Kleidungsstück produziert wurde. Wenn auf dem Etikett „Made in Germany“ steht, ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Achtet auch auf die Angaben der Hersteller. Die meisten Marken, die nachhaltig und fair produzieren, verheimlichen das nicht. Oft lassen sich auf der Website der Hersteller entsprechende Hinweise finden. Einige haben sogar ganze Erklärungen warum und wie sie umweltschonend produzieren.

Jeder kleine Schritt zählt

Im besten Fall kauft Ihr nur nachhaltige Kleidung und auch nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Dass das nicht einfach ist kann ich sehr gut nachvollziehen. Deshalb habe ich drei einfache Tipps für einen geringeren Kleiderkonsum:

1. Second Hand Fashion

Es gibt sehr viele Online-Plattformen und Flohmärkte, bei denen Ihr gut an Second Hand Fashion kommt. Nutzt diese Möglichkeiten, um euren Kleidern ein neues Zuhause zugeben oder um selbst an Abwechslung zu kommen. Die Auswahl ist groß und Ihr findet immer etwas.

2. Private Tausch- und Leihbörse

Unter Freunden kommt es oft vor, dass Kleidung getauscht oder verliehen wird. Damit das ganze auch Auswirkungen auf eurer Kaufverhalten hat, eröffnet doch eine Gruppe auf Whatsapp. Dort kann jeder reinschreiben, der nach etwas sucht oder etwas für einen bestimmten Anlass braucht, und findet es vielleicht im Schrank der besten Freundin.

3. Kaufverbote & Bestandaufnahmen

Manchmal kann es sinnvoll sein, Monate festzulegen, in denen ihr euch selbst Kaufverbote erteilt. Das hilft, um den Kleiderkonsum insgesamt zu verringern und lässt sich langsam steigern. Gleichzeitig helfen regelmäßige Bestandsaufnahmen, dadurch wisst Ihr, was Ihr wirklich braucht. Manchmal findet sich auch das ein oder andere Kleidungsstück, das schon in Vergessenheit geraten ist wieder und wird zum neuen Lieblingsteil.

Mit solchen Veränderungen könnt Ihr oft schon viel bewegen. Der Vorteil ist, Ihr schont dabei nicht nur die Umwelt, sondern auch euren Geldbeutel.

Allerdings ist es auch wichtig, dass wenn Ihr etwas Neues kauft, darauf achtet wo eure Kleidung herkommt. Wer begabt ist, kann auch Kleider-Upcycling betreiben oder selbst seine Kleidung nähen. Diese Variante ist sehr umweltschonend, wenn ihr nachhaltig produzierte Stoffe kauft.

Ein Bewusstsein für den Kleiderkonsum schaffen

Es gibt viele Dinge auf der Welt, die ich seit dem Blick für ein nachhaltigeres Leben plötzlich ganz anders gesehen habe. Die meisten wissen, dass eine Hose für 20 Euro nicht fair produziert worden sein kann. Trotzdem beschäftigen sich nur wenige Menschen damit, wo ihre Kleidung herkommt und was alles benötigt wird, um sie herzustellen.

Der erste Schritt ist immer ein Bewusstsein zu schaffen und sich über den eigenen Konsum sowie die Auswirkungen klar zu werden.

Ich persönlich kaufe nur noch in zwei Monaten im Jahr ein und mache vor diesen Monaten eine Bestandaufnahme. Bei allem, was ich dann kaufe, achte ich auf eine nachhaltige und faire Produktion. Sabrina und ich haben eine Verleih- und Tauschgruppe mit mehreren Freundinnen, um zwischendurch mal wieder etwas Abwechslung in den Kleiderschrank zu bringen.

Der Weg zu meiner persönlichen Lösung hat lange gedauert, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.

Wie sieht euer Kleiderkonsum aus? Würdet ihr gerne etwas ändern? Achtet Ihr auf Nachhaltigkeit bei euren Klamotten?

Hinterlasst mir gerne einen Kommentar mit euren Erfahrungen und Tipps. Ich freue mich über eure Rückmeldungen!

Liebe Grüße,

Sabrina

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