Einsteiger – Der Weg in ein nachhaltiges Leben

Das Problem mit der Nachhaltigkeit ist nicht, dass sie zu unbekannt ist oder ihre Relevanz nicht erkannt wird. Viele Menschen denken regelmäßig darüber nach, nachhaltiger und bewusster zu leben- aber der Anfang ist schwer, denn die alten Gewohnheiten machen einem oft einen Strich durch die guten Vorsätze. 

Wie man damit anfängt, ein nachhaltiges Leben zu führen, und worum es dabei eigentlich geht – diese Frage habe ich mir sehr früh gestellt und leider erst spät eine Antwort gefunden. Damit ihr nicht so lange nach einer Lösung suchen müsst, möchte ich mit euch meine Erfahrungen teilen. 

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung

Nachhaltigkeit ist unglaublich vielfältig und kann von schier unendlich vielen Seiten betrachtet werden. Die meisten denken beim Wort „Nachhaltigkeit“ nur an die Umwelt oder das Klima, dabei steht dahinter vielmehr eine Einstellung. 

Es geht vor allem darum, sich darüber bewusst zu werden, welche Folgen das persönliche Handeln hat. Wenn man sich darüber informiert und anfängt, sich Gedanken zu machen, dann ist der erste Schritt bereits getan und der Rest fällt durch das erlangte Wissen viel leichter.  

Beginne immer erst mit einem Thema

Wer anfängt, sich im Internet schlau zu machen, wird überrollt von Themen und Dingen, die man im Zeichen der Nachhaltigkeit ändern sollte: Von Veganismus bis hin zum Plastiklosem Leben ist alles dabei. 

Als Einsteiger verliert man nicht nur schnell den Überblick, sondern ist oft auch überfordert mit der Umsetzung. Mein Tipp: Nehmt euch erstmal nur eine kleine Sache vor, wie zum Beispiel lieber mal zu Fuß zum kleinen Bio-Laden um die Ecke spazieren, statt mit dem Auto zur nächstgrößten Supermarktkette fahren. So müsst ihr auf nichts verzichten und könnt etwas Gutes für die Umwelt und eure Gesundheit tun. 

Immer, nur noch oder nie

Die Macht dieser Worte wird nicht nur beim bewusstem Leben deutlich, sondern ist in vielen Lebenslagen ein Problem. Formulierungen mit „immer“, „nur noch“ und „nie“ setzen uns unglaublich unter Druck und sorgen für ein schlechtes Gewissen, wenn es doch mal eine Ausnahme gibt. 

Ersetzt diese Worte einfach durch: „Meistens“, „öfter“ oder „selten“. Ich habe mich oft schlecht gefühlt, wenn ich aus Zeitgründen oder ähnlichem doch einfach mal das Auto statt das Rad oder die Füße benutzt habe – oft hat mich das dann persönlich sehr runtergezogen und ich hatte das Gefühl, mich vor mir selbst rechtfertigen zu müssen. 

Denkt daran: Es ist nicht schlimm, wenn es mal Ausnahmen gibt, oder ihr es einfach mal nicht schafft, eure Vorsätze einzuhalten. Werdet euch klar, dass es eure sonstigen Erfolge nicht schmälert, wenn ihr eine Ausnahme machen müsst.  

Im Stillen verändert es sich leichter

Ich persönlich habe früh die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, am Anfang nicht so viel von meinen Projekten und Lebensumstellungen zu erzählen. Stattdessen habe ich erstmal etwas verändert und erst wenn ich ein Fazit ziehen konnte, habe ich Familie und Freunden davon berichtet. 

Das klingt erstmal komisch, aber oft hatte mein Umfeld unfassbar viele Fragen, die ich selbst noch gar nicht beantworten konnte, oder eben so viel Kritik, auf die ich aufgrund von zu wenig Wissen oder Erfahrung noch nichts erwidern konnte. 

Deshalb wurde für mich klar: Wenn ich erstmal nicht darüber rede, ist es für mich leichter, Dinge zu verändern oder anders zu machen. Wenn ich dann merkte, dass es funktioniert, war es für mich schöner zu erzählen und auch leichter, meinen Gegenüber mit einer positiven Erfahrung zu inspirieren. 

Meine Tipps und eure Erfahrung

Mittlerweile habe ich meinen eigenen Stil der Nachhaltigkeit entwickelt und kann für mich persönlich sagen: Ich lebe nachhaltig, gesund und vor allem glücklich. Es hat eine Weile gedauert, bis ich selbst für mich entdecken konnte was das bedeutet, und wie ich mit Kritik umgehe. Das alles kam mit der Zeit und der Erfahrung. 

Weil man die Welt aber nicht allein verändern kann, interessiert mich natürlich was für Erfahrungen ihr gemacht habt. 

Wie habt ihr euren Einstieg ins nachhaltige Leben empfunden? Würdet ihr etwas anders machen? Hattet ihr vielleicht ähnliche Gefühle wie ich? Oder steht ihr noch am Anfang und seid unsicher?

Lasst uns gerne daran teilhaben, auch wir freuen uns immer über Tipps oder darüber, einfach von euch zu hören!

Liebe Grüße, 

Sabrina

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